Antony Hermus - Dirigent

AcousenceAntonyHermusNEW

Der holländische Dirigent Antony Hermus ist seit August 2009 Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater Dessau und Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie. Von 2003 bis 2008 war er Generalmusikdirektor am Theater Hagen, wo er sich seit 1998 über die Positionen Praktikant, Studienleiter (1999 – 2001) und 1. Kapellmeister (2001 – 2003) hochgearbeitet hat. Sein Repertoire umfasst etwa 200 sinfonische Werke und ca. 50 Opern, wovon er viele Neuproduktionen zur Premiere brachte. Neben dem Dirigieren des „Standardrepertoires“ war Antony Hermus in Hagen auch verantwortlich für etliche Wiederausgrabungen, u.a. „Königskinder“ (Humperdinck) und „Kleider machen Leute“ (Zemlinsky). Auch dirigierte er viel zeitgenössisches Repertoire, in der Oper zuletzt Knussens „Where the Wild Things are“, die Weltpremiere der Neufassung von Eggerts „Helle Nächte“ und die westdeutsche Erstaufführung von Jake Heggies „Dead Man Walking“.

In den vergangenen Jahren stand er u.a. am Pult der Nürnberger und der Bochumer Symphoniker, des WDR-Rundfunkorchesters, der Philharmonischen Orchester in Duisburg, Magdeburg, Freiburg, Kiel, Oldenburg, Mönchengladbach, Osnabrück, Bremerhaven, Jena, Herford, Ludwigshafen und Rostock – sowie des RTE National Symphony Orchestra of Ireland, des Orchestre de Bretagne, Orchestre de Haute-Normandie und Ensemble Orchestral de Paris; in seiner Heimat dirigierte er u.a. Het Gelders Orkest, Het Brabants Orkest, Holland Symfonia und Limburgs Symfonie Orkest und das Noord Nederlands Orkest. Oper dirigierte er u.a. bei Opera Zuid und der Nationale Reisopera (NL), Opéra de Rennes (F) und Opéra National de Paris (F). In Februar 2010 gab er sein erfolgreiches Konzertdebüt in Palais Garnier mit dem Orchestre de l’Opéra National de Paris.
Im August 2008 gab Antony sein erfolgreiches Asien-Debüt, wo er bei Vorstellungen des taiwanesischen Nationalballetts das Taipei Symphony Orchestra und das Chimei Philharmonic Orchestra dirigierte. Er arbeitete mit vielen renommierten Solisten zusammen, darunter Enrico Pace, Francisco Araiza, Johan Botha, Martin Fröst, Tanja Becker-Bender, Julie Kaufmann, David Geringas, Severin von Eckardstein, Gavriel Lipkind, Nils Mönkemeyer, Homero Francesch und mit dem Klavierduo Paratore.

Im November 2005 erschien eine von der Fachpresse hoch gelobte CD mit dem Philharmonischen Orchester Hagen, das unter Hermus’ Leitung Werke von Hans Rott und Gustav Mahler (1. Sinfonie) einspielte. Im Oktober 2007 erschien eine ebenfalls von der Presse hoch bewertete CD mit einer sinfonischen Fassung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ (ACOUSENCE ACO-CD 20707).

Bereits im Jahr 2002 war Antony Hermus Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes. Er erhielt den Förderpreis des Fördervereins für Theater, Orchester und Kinder- und Jugend-theater Hagen. Im April 2006 wurde er außerdem mit dem Kulturförderpreis der Hagener Wirtschaftjunioren ausgezeichnet.
Außer seiner intensiven Tätigkeit in Dessau, wo er in der Spielzeit 2010/2011 verantwortlich sein wird für die Neuproduktionen von „Turandot“, „Der Protagonist/I Pagliacci“ und „Chowanschtschina“, sind viele Wiedereinladungen bei oben genannten Orchestern geplant. Hinzu kommen demnächst Debüts beim Nederlands Philharmonisch Orkest, dem Radio Philharmonisch Orkest Holland und der Neuen Philharmonie Westfalen sowie an der Oper von Toulon mit einer Neuproduktion von „Faust“.

Hermus wurde 1973 in den Niederlanden geboren, studierte an der Musikhochschule in Tilburg Klavier (bei Jacques de Tiège) und Dirigieren (bei Jac. van Steen und Georg Fritzsch).

Internetseite von Antony Hermus