Künstler

Akiko Ebi

AkikoEbi

Akiko Ebi startete ihre internationale Karriere als Gewinnerin des Grand Prix beim Internationalen Long/Thibaud-Wettbewerb in Paris und als Finalistin beim Internationalen Fryderyk Chopin Wettbewerb in Warschau, bei dem sie auch Martha Argerich als ihre zukünftige Mentorin gewann. Sie setzte ihre Ausbildung am Pariser Konservatorium bei Aldo Ciccolini, Conrad Hansen, Louis Kentner und Colette Serach fort.
Sie konzertiert in der ganzen Welt mit herausragenden Orchestern und Dirigenten. Als Kammermusikerin hat sie zwei Klavierabende mit Martha Argerich gegeben. Ebenso trat sie mit Ivry Gitlis, Augustin Dumay, Regis Pasquier, Angela Hewitt, Michel Dalberto, dem Morauges Quintet, und den Parisii und Manfred Quartetten auf. Regelmäßig ist Akiko Ebi zu Gast bei Festivals in La Roque d'Anthéron, Menton, Echternach, Nantes, Lugano, Lissabon, Toledo, IKIF in New York, Tokio, Salt Lake City und Warschau.
Ihre Diskographie umfasst Chopins komplette Etüden, Präludien, Nocturnes und Impromptus, sowie Werke von Fauré, Grieg, Franck, Webern, Pierne und Dynam-Victor Fumet (Weltersteinspielung). Für ihre Aufnahmen der Kompositionen von Hikari Ōe wurde sie zweimal mit dem Grand Prix d'Or ausgezeichnet, und sie lenkte damit internationale Aufmerksamkeit auf diesen begabten Komponisten, der stumm und geistig behinderte geboren wurde.
Seit 1993 trägt Akiko Ebi, als Zeichen der Anerkennung für ihre Verdienste um die französische Musik, den Titel Chevalier des Arts et des Lettres. Im Jahr 2002 erhielt sie den renommierten Japan ExxonMobile Musikpreis.

 

Anhaltische Philharmonie Dessau

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Anhaltische Philharmonie Dessau

Das Dessauer Orchester zählt zu den ältesten und traditionsreichsten Klangkörpern des Landes Sachsen-Anhalt. Als sein Geburtsjahr wird 1766 genannt, als Friedrich Wilhelm Rust die Leitung der Hofkapelle übernahm. Nachdem 1794 eine Theatertruppe fest in Dessau engagiert wurde, bildeten die Musiker fortan eine unverzichtbare Säule für Musiktheater-Aufführungen aller Genres, seit 1798 im von Erdmannsdorff erbauten Hoftheater.
Verdienstvolle Kapellmeister im 19. Jahrhundert waren Friedrich Schneider, Eduard Thiele und August Klughardt. Die beiden Letzteren legten den Grundstein für die Dessauer Wagner-Tradition. Im Orchester der ersten Bayreuther Festspiele wirkten 1876 auch 12 Musiker aus Dessau mit. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägten Chefdirigenten-Persönlichkeiten wie Franz Mikorey, Hans Knappertsbusch, Franz von Hoeßlin, Arthur Rother und Helmut Seidelmann das Orchester. Letzterer stand am Pult, als das neue Theatergebäude 1938 mit dem „Freischütz“ eröffnet und nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau 1949 mit der „Zauberflöte“ wiedereröffnet wurde.

Unter dem Dirigenten Dr. Heinz Röttger (GMD von 1954 bis 1977) gestalteten sich besonders die Wagner-Festwochen zu heraus-ragenden künstlerischen Ereignissen. An die Traditionslinie Wagner-Verdi-Strauss-slawische Komponisten knüpften seine Nachfolger an und setzten eigene Akzente. Gastverpflichtungen des Orchesters, das seit 1992 den Namen Anhaltische Philharmonie Dessau führt, außerhalb Dessaus (z.B. wiederholt zum Classic Open Air auf dem Berliner Gendarmenmarkt, zu Konzerten im Konzerthaus Berlin, Tournee mit dem Tenor José Cura, Japan-Tournee des Anhaltischen Theaters Dessau mit „Salome“ und „Der fliegende Holländer“) sowie Rundfunk-Mitschnitte und CD-Produktionen zeugen von der überregionalen Reputation des Orchesters. Als Nachfolger von Golo Berg trat im August 2009 der Niederländer Antony Hermus das Amt des Chefdirigenten an.

Internetseite der Anhaltische Philharmonie Dessau

Anna Malikova - Klavier

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Anna Malikova

Anna Malikova wurde in Taschkent in Usbekistan geboren, wo sie ihre erste Klavierausbildung bei Tamara Popovich erhielt. Sie studierte in Moskau bei Lev Naumov an der Zentralen Musikschule und am Tschaikowsky Konservatorium, wo sie 1991 ihr Examen ablegte. Für mehrere Jahre unterrichtete sie danach selbst am Tschaikowsky Konservatorium. Entsprechend begann ihre Karriere in der ehemaligen Sowjetunion: sie trat u.a. als Solistin in Städten wie Moskau, St. Petersburg, Omsk und Baku auf und spielte Solokonzerte mit Sinfonieorchestern wie denen in Ekaterinburg, Minsk, Nizhny Novgorod, Kasan, Taschkent.

Als Preisträgerin der internationalen Klavier-Wettbewerbe in Oslo, Warschau (Chopin) und Sydney erhielt Anna Malikova zunehmend Konzertengagements auch im Westen. Sie spielte mit Orchestern wie dem Australian Chamber Orchestra, dem Sydney Symphony Orchestra, der Warschauer National-Philharmonie, dem Orchester des Bayerischen Rundfunks, der Academy of St Martin in the Fields, um hier nur einige zu nennen.

Schließlich wurde sie 1993 mit dem 1. Preis beim ARD-Wettbewerb in München ausgezeichnet - dem einzigen ersten Preis für eine Periode von 12 Jahren. Dieser Sieg etablierte Anna Malikova in der internationalen Musikszene. Heute tritt sie mit Klavierabenden, als Kammermusikpartnerin und als Solistin mit Sinfonieorchestem in Europa, Südamerika, im Vorderen und Mittleren Orient und in Asien auf. Desgleichen wird sie nun selbst als Jurorin zu Wettbewerben eingeladen, bisher zu den Wettbewerben "Armenian Legacy" in Erevan, zu den Chopin-Wettbewerben in Moskau und Beijing, zum Vianna da Motta in Lissabon, zum Gyeongnam Competition in Korea.

Neben ihren Konzertauftritten erweitert Anna Malikova ständig ihr auf CD veröffentlichtes Repertoire. Gegenwärtig liegen viele der wichtigen Werke von Chopin sowie Aufnahmen mit Werken von Schubert, Liszt, Schostakowitsch, Prokofiev und Soler vor. Als wichtige Neueinspielung ist eine Gesamtaufnahme aller fünf Klavierkonzerte von Camille Saint-Saëns erschienen. Anna Malikova wird dabei vom WDR Sinfonieorchester Köln unter Thomas Sanderling begleitet und es entstand eine Produktion, die ungewöhnlich schnell internationale Beachtung fand. Im Januar 2006 wurde sie mit dem begehrten Classical Internet Award ausgezeichnet, der zahllose internationale, zum Teil enthusiastische Rezensionen abrundet.

Im Herbst 2010 wurde eine neue CD mit Werken von Tschaikowski veröffentlicht. In 2011 und den folgenden Jahren zählen zu den Projekten wiederholte Reisen durch Europa und nach Korea, Japan, China, Südamerika. Zu Anna Malikova's Aktivitäten gehören Meisterkurse, Konzerte mit Orchester, Rezitals und Einladung zu Juries bei Klavierwettbewerben wie dem European Piano Competition in Frankreich, Maria Canals Competition in Spanien und dem Chopin Wettbewerb für Junge Pianisten in Moskau.

Internetseite von Anna Malikova

Antony Hermus - Dirigent

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Der holländische Dirigent Antony Hermus ist seit August 2009 Generalmusikdirektor am Anhaltischen Theater Dessau und Chefdirigent der Anhaltischen Philharmonie. Von 2003 bis 2008 war er Generalmusikdirektor am Theater Hagen, wo er sich seit 1998 über die Positionen Praktikant, Studienleiter (1999 – 2001) und 1. Kapellmeister (2001 – 2003) hochgearbeitet hat. Sein Repertoire umfasst etwa 200 sinfonische Werke und ca. 50 Opern, wovon er viele Neuproduktionen zur Premiere brachte. Neben dem Dirigieren des „Standardrepertoires“ war Antony Hermus in Hagen auch verantwortlich für etliche Wiederausgrabungen, u.a. „Königskinder“ (Humperdinck) und „Kleider machen Leute“ (Zemlinsky). Auch dirigierte er viel zeitgenössisches Repertoire, in der Oper zuletzt Knussens „Where the Wild Things are“, die Weltpremiere der Neufassung von Eggerts „Helle Nächte“ und die westdeutsche Erstaufführung von Jake Heggies „Dead Man Walking“.

In den vergangenen Jahren stand er u.a. am Pult der Nürnberger und der Bochumer Symphoniker, des WDR-Rundfunkorchesters, der Philharmonischen Orchester in Duisburg, Magdeburg, Freiburg, Kiel, Oldenburg, Mönchengladbach, Osnabrück, Bremerhaven, Jena, Herford, Ludwigshafen und Rostock – sowie des RTE National Symphony Orchestra of Ireland, des Orchestre de Bretagne, Orchestre de Haute-Normandie und Ensemble Orchestral de Paris; in seiner Heimat dirigierte er u.a. Het Gelders Orkest, Het Brabants Orkest, Holland Symfonia und Limburgs Symfonie Orkest und das Noord Nederlands Orkest. Oper dirigierte er u.a. bei Opera Zuid und der Nationale Reisopera (NL), Opéra de Rennes (F) und Opéra National de Paris (F). In Februar 2010 gab er sein erfolgreiches Konzertdebüt in Palais Garnier mit dem Orchestre de l’Opéra National de Paris.
Im August 2008 gab Antony sein erfolgreiches Asien-Debüt, wo er bei Vorstellungen des taiwanesischen Nationalballetts das Taipei Symphony Orchestra und das Chimei Philharmonic Orchestra dirigierte. Er arbeitete mit vielen renommierten Solisten zusammen, darunter Enrico Pace, Francisco Araiza, Johan Botha, Martin Fröst, Tanja Becker-Bender, Julie Kaufmann, David Geringas, Severin von Eckardstein, Gavriel Lipkind, Nils Mönkemeyer, Homero Francesch und mit dem Klavierduo Paratore.

Im November 2005 erschien eine von der Fachpresse hoch gelobte CD mit dem Philharmonischen Orchester Hagen, das unter Hermus’ Leitung Werke von Hans Rott und Gustav Mahler (1. Sinfonie) einspielte. Im Oktober 2007 erschien eine ebenfalls von der Presse hoch bewertete CD mit einer sinfonischen Fassung von Richard Wagners „Tristan und Isolde“ (ACOUSENCE ACO-CD 20707).

Bereits im Jahr 2002 war Antony Hermus Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes. Er erhielt den Förderpreis des Fördervereins für Theater, Orchester und Kinder- und Jugend-theater Hagen. Im April 2006 wurde er außerdem mit dem Kulturförderpreis der Hagener Wirtschaftjunioren ausgezeichnet.
Außer seiner intensiven Tätigkeit in Dessau, wo er in der Spielzeit 2010/2011 verantwortlich sein wird für die Neuproduktionen von „Turandot“, „Der Protagonist/I Pagliacci“ und „Chowanschtschina“, sind viele Wiedereinladungen bei oben genannten Orchestern geplant. Hinzu kommen demnächst Debüts beim Nederlands Philharmonisch Orkest, dem Radio Philharmonisch Orkest Holland und der Neuen Philharmonie Westfalen sowie an der Oper von Toulon mit einer Neuproduktion von „Faust“.

Hermus wurde 1973 in den Niederlanden geboren, studierte an der Musikhochschule in Tilburg Klavier (bei Jacques de Tiège) und Dirigieren (bei Jac. van Steen und Georg Fritzsch).

Internetseite von Antony Hermus

Arseny Tarasevich-Nikolaev

Tarasevich-Nikolaev

Arseny Tarasevich-Nikolaev, 1993 in Moskau geboren, stammt aus einer Musikerfamilie: seine Großmutter ist die weltweit renommierte Pianistin und Professorin Tatiana Nikolaeva. Die Zentrale Musikschule des Moskauer Konservatoriums absolvierte er bei Professor Alexander Mndoyants von 2000-2011 und schloss mit Auszeichnung ab. Im Jahr 2011 trat er in das Moskauer Konservatorium ein und studiert zurzeit bei Prof. Sergey Dorensky, sowie seinen Assistenten Nikolai Lugansky, Pavel Narsesjan und Andrey Pisarev.


Im Alter von Neun hatte er sein Debüt mit dem Bryansk Philharmonic Orchestra (Bach, Konzert f-Moll). Während seiner Schulzeit gewann Arseny fünf internationale Jugendklavierwettbewerbe, darunter die New Names Competition in Moskau. 2012 wurde von einem ganz herausragenden Erfolg markiert, dem Sieg beim V. Internationalen Skrjabin Klavierwettbewerb in Moskau.


Er tritt in Moskau u.a. im Großen, Kleinen und Rachmaninoff Saal des Moskauer Konservatoriums und im Tschaikowsky Saal auf. Ebenso bereist er Länder Europas, Asien, Nordamerika (Carnegie Hall, New York; Severance Hall in Cleveland etc.), beteiligt sich an Musikfestivals in Moskau und anderen Städten Russlands (z.B. „Musical Kremlin Festival“), in Litauen (Kaunas, Siauliai), Deutschland („Rheingau Musik Festival“), Frankreich („Les Folies Pianos“, „Liszt en Provance“), Mazedonien („Ohrid Summer“) etc.


Arseny spielt mit Orchestern wie dem Evgeny Svetlanov Symphony Orchestra, dem Cleveland Orchestra und dem Bergen Philharmonic Orchestra. Im August 2013 erhielt Arseny den Zweiten Preis und den Sonderpreis für die Darbietung russischer Musik bei der Cleveland International Piano Competition. Im Oktober 2014 errrang er den Zweiten Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb Grieg in Bergen.